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FRANK VIEHWEG • UNSER EINZIGES LEBEN Das neue Album 2015 bei Raumer Records

 

„Das ist nicht meine Zeit, ich bin nicht ihr Genosse“, bekennt der Berliner Dichtersänger gleich zum Beginn seines neuen Albums, um dem Hörer gegen Ende der Scheibe zu versichern: „Die Wette gilt, ich bin noch nicht gestorben.“ Dazwischen versammeln sich größtenteils neue Stücke von der Art, die Peter Hertzfeldt einmal als „politische Liebeslieder“ charakterisiert hat.
Frank Viehweg verkündet: „Der Privatbesitz an Liebe ist ab heut nicht mehr erlaubt“ und weiß an anderer Stelle zu sagen: „Die Zeit, um eine Liebe auszuschlagen, ist für uns beide nicht mehr vorgesehn.“ Und, natürlich, in den Wirren der Zeit bleibt die „Sehnsucht nach dem guten Ende“.
Der Barde erinnert sich an die Geschichte seines Vaters, an den „Einzug ins Paradies“, liest „Shakespeare zur Nacht“, singt mancher Liebe ein Lied, doch „für den Krieg rein gar nichts“ und den fünf kubanischen Helden eine Lobpreisung zur glücklichen Rückkehr in ihre Heimat.
Der Dichterfreund Henry-Martin Klemt sagt einmal mehr: „Zu sehen, was Angst macht, um die Furcht zu verlieren, kommen solche Lieder auf die Welt. Immer wieder ist es der Mut in der Trauer, die ihnen Wege bahnt. Frank Viehweg, wenn der letzte Erdentag anbräche, würde wohl kein Apfelbäumchen pflanzen. Aber eine Frau zur Liebe verführen, zur Umarmung, in der zwei sich umfangen, als wären sie alle, das würde er sich nicht nehmen lassen. Auch dann nicht, wenn diese Liebe nur eine Zugfahrt währte, eine Nacht lang, ein Leben.“

Produziert von Matthias Nitsche & Frank Viehweg
Gemastert von Jürgen Ehle
Gestaltung: Volker Oeljeklaus
Titelgrafik: Thomas J. Richter

MUSIKER
Frank Viehweg (Gitarre, Gesang)
Dirk Müller (Akkordeon, Piano)
Matthias Nitsche (Charango, Gesang)
unter besonderer Mitwirkung von Susanne Probst (Gesang)

PREMIERE 10. Oktober 2015 im ZIMMER 16

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