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FRANK VIEHWEG • WER SAGT, DASS DON QUICHOTTE GESTORBEN WÄR? • Gedichte nach Julia Drunina

Der Dichtersänger Frank Viehweg überrascht mit einem Geständnis und sagt: „Ich habe mich in eine Frau verliebt. Als ich ihr das erste Mal begegnete, war sie bereits seit zwanzig Jahren tot. Geblieben sind, mir zum Trost, ihre Gedichte. Einige davon habe ich in den letzten Jahren ins Deutsche übertragen.“

Julia Drunina, 1924 geboren, beginnt mit elf Jahren, Gedichte zu schreiben. 1941, mit 17 Jahren, tritt sie freiwillig dem Roten Kreuz bei und geht als Sanitäterin an die Front, wo sie 1943 schwer verletzt wird. 1956 begegnet sie ihrer großen Liebe, dem 20 Jahre älteren Drehbuchautor und Filmemacher Aleksej Kapler, und es beginnen die glücklichsten Jahre ihres Lebens. Die neue Politik der Perestroika in den 1980er Jahren begleitet Julia Drunina anfangs mit großer Hoffnung. Bald jedoch setzt Ernüchterung ein, und sie nimmt das immer deutlicher werdende Chaos in der UdSSR wahr. Am 21. November 1991 wählt sie den Freitod.

"Mit der adäquaten, dem Urtext dienenden Nachdichtung verschafft sich Frank Viehweg selbst Genugtuung: In der Arbeit am Text lebt der Liederdichter seine Wahlverwandtschaft aus und öffnet seinen Lesern und Zuhörern Türen in die Schatzkammern der Poesie." Henry-Martin Klemt

Das 120-Seiten-Buch ist im NORA-Verlag erschienen.

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